
Globale und lokale ökonomische Faktoren, gesellschaftlicher Wandel sowie nationale und internationale Politiken bestimmen die Landnutzungsintensität.
UNFCCC, COP 24 in Katowice, Polen
Foto: Friedemann Call / DLR Projektträger
Aus Sicht der Wirtschaft sind globale Treiber einer Intensivierung der Landnutzung die Globalisierung und internationale Agrarmärkte mit dem weltweit steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Viehfutter, Biotreibstoffen und anderen Rohstoffen (Carbiocial, KULUNDA, LEGATO, LUCCi, SASCHA, SuLaMa, SuMaRiO, SURUMER, TFO). Auf lokaler Ebene ergeben sich Armut und Subsistenz durch höhere Lebenshaltungskosten, kurzfristige Profite und zunehmendem Kapitalismus (LEGATO, SuLaMa, TFO). Der Zugang zu landwirtschaftlicher Kreditfinanzierung ist begrenzt und Landwirte müssen zusätzliche Tätigkeiten ausüben, um das Familieneinkommen zu sichern (LEGATO, SuLaMa, SuMaRiO, SURUMER, TFO). Übernutzung der natürlichen Ressourcen, Risiken für die Nahrungssicherung und Migration in die Städte sind die Folge davon. Konflikte entstehen sowohl innerhalb eines Landnutzungssektors als auch zwischen verschiedenen Sektoren (Carbiocial, CC-LandStraD, LEGATO, SuLaMa, TFO).
Im Bereich der Politik zeigt sich, dass Regierungen und Verwaltungen oft ineffizient oder zu streng mit ihren Gesetzen sind: Wenige Informationen über neue Systeme erreichen die Landwirte, so dass eine nachhaltige Landnutzung dadurch verhindert wird. Es mangelt außerdem an konkreter Umsetzung oder es gibt andere politische Interessen (Carbiocial, INNOVATE, LUCCi, SuLaMa, SuMaRiO, SURUMER, TFO). In einigen Untersuchungsgebieten herrscht eine unklare politische Lage oder nach langem Bürgerkrieg kehren Geflüchtete wieder zurück. Oft ist es nicht klar, wem das Land gehört (Carbiocial, SuLaMa, TFO).
Folgende Handlungsempfehlungen unterstützen eine nachhaltige wirtschaftliche und politische Entwicklung als Voraussetzung für ein nachhaltiges Landmanagement: